Familienforschung Clemens - Ahnenforschung in Sachsen, Brandenburg und Niederschlesien

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Nachkommenbezifferung

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Für die Bezifferung der Nachfahren wurden mehrere Systeme entwickelt.

Am bekanntesten ist das System von Henry: Der Stammvater erhält die Nummer 1, seine Kinder werden durchnummeriert und die jeweilige Zahl an die 1 des Vaters angehängt. So trägt das älteste Kind die 11, das zweite Kind die 12 usw. Hat das älteste Kind nun wiederum Kinder erhalten diese die Ziffern 111, 112, 113 usw. Sollte eine Familie 10 oder mehr Kinder haben, wird die 10 bei Henry durch „X“ ersetzt, die nachfolgenden Kinder erhalten einen Großbuchstaben des Alphabets. Alternativ werden die Buchstaben „X“, „A“, „B“, ... durch die tatsächliche Zahl in Klammern (10), (11), (12), ... ersetzt. Die Anzahl der Ziffern kennzeichnet die Generationen, zweistellige Ziffern für die Kinder des Stammvaters, dreistellige Ziffern für die Enkel usw.

Das System von Saragossa ist dem von Henry gleichartig, nur werden hier die einzelnen Ziffern durch Punkte voneinander getrennt.

Bei Aboville erhalten die Personen als Generationskennzeichen einen Buchstaben. Der Buchstabe A steht immer für den Stammvater, B für seine Kinder, C für seine Enkel. Ansonsten erfolgt die Nummerierung wie bei Saragossa.

Beim System von Villiers/Pama trägt der Stammvater den Buchstaben „a“. Seine Kinder werden durchgezählt und der Ziffer der generationsbezeichnende Buchstabe „b“ vorangestellt. Die Kinder dieser Kinder übernehmen zuerst die Bezeichnung Ihres Vorfahren und nach einem trennenden Punkt werden diese nach dem generationsbezeichnenden Buchstaben „c“ wiederum jeweils durchgezählt.

System

Henry

Saragossa

Aboville

Villiers/Pama

Stammvater

1

1

A1

a

Kind1

11

1.1

B1.1

b1

Enkel11

111

1.1.1

C1.1.1

b1.c1

Enkel12

112

1.1.2

C1.1.2

b1.c2

Kind2

12

1.2

B1.2

b2

Kind3

13

1.3

B1.3

b3

Enkel31

131

1.3.1

C1.3.1

b3.c1

Enkel32

132

1.3.2

C1.3.2

b3.c2

Ur-Enkel321

1321

1.3.2.1

D1.3.2.1

b3.c2.d1

Ur-Enkel322

1322

1.3.2.2

D1.3.2.2

b3.c2.d2

Über die Notwendigkeit der Generationskennzeichnung mittels Buchstaben – bei Aboville bzw. Villiers/Pama – kann man geteilter Meinung sein. Auch bei Henry bzw. Saragossa kann die betreffende Generation anhand der Anzahl der Ziffern in der Zeichenfolge abgelesen werden. Die Trennung mittels Punkten erscheint Geschmackssache.

Nachteil aller dieser Systeme ist, dass im Gegensatz zu den Systemen der Vorfahrenbezifferung die Zuordnung der Kennziffer nicht vorherbestimmt unabhängig vom Erkenntnisstand der Forschungen ist. Das „Auftauchen“ von unvermuteten älteren Geschwistern verändert die Kennziffern aller jüngeren Geschwister und aller derer Nachkommen. Werden weitere Vorfahrengenerationen gefunden, muss die gesamte Nummerierung überarbeitet werden – bei Henry und Saragossa müssen allen bisherigen Generationen nur weitere Ziffern vorangestellt werden, die bisherige Zahlenfolge bleibt als Bestandteil erhalten. Bei Systemen mit Generationskennzeichnung mittels Buchstaben müssen dagegen alle Buchstaben entsprechend überarbeitet werden.

Nur sehr wenige Computerprogramme bieten die Möglichkeit eine Nummerierung der Nachfahren auszugeben. Wenn jedoch dann stehen zumeist gleich mehrere der o.g. Systeme zur Auswahl.

Ich habe mich für das System von Saragossa entschieden, weil ich die Trennung mittels Punkten für übersichtlicher halte (und damit der Unterschied zur Vorfahrenbezifferung nach Kekule deutlich wird) und die Kennzeichnung der Generation für überflüssig halte. Allerdings habe ich eine Modifikation vorgenommen. Der Buchstabe „X“ für das 10. Kind einer Person entfällt, stattdessen verwende ich in Anlehnung an das Hexadezimalsystem den Buchstaben „A“ bereits für das 10.Kind, „B“ für das 11. usw. Das hat den Vorteil, dass eine automatische alphanumerische Sortierung die richtige Reihenfolge beibehält und dennoch nur ein Zeichen notwendig ist.

Quellen:
www.wikipedia.de
http://wiki-de.genealogy.net

 
 
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